Es gibt kaum etwas Schöneres, als nach einem langen Tag in ein Zuhause zurückzukehren, das nicht nur schön aussieht, sondern auch wunderbar duftet. Selbstgemachte Duftkerzen sind dabei der perfekte Begleiter – sie sind günstiger als gekaufte, lassen sich ganz nach Eurem Geschmack gestalten und verbreiten eine Wärme, die man einfach nicht kaufen kann. Wir lieben es, wenn aus ein paar einfachen Zutaten etwas entsteht, das unser Zuhause noch ein bisschen gemütlicher macht. Und das Beste? Es ist viel einfacher, als Ihr denkt! Ob für Euch selbst, als Geschenk oder einfach, um mal etwas Neues auszuprobieren – heute zeigen wir Euch, wie Ihr Eure eigenen Duftkerzen herstellt. Keine Sorge, wir führen Euch Schritt für Schritt durch, damit am Ende nichts schiefgeht.
Die richtigen Zutaten: Was Ihr wirklich braucht – und worauf Ihr achten solltet
Bevor Ihr loslegt, lohnt es sich, die Basics zu checken. Denn nicht jedes Wachs brennt gleich, nicht jeder Docht passt zu jedem Gefäß – und bei den Duftstoffen kann man schnell danebenliegen. Wir zeigen Euch, worauf es ankommt, damit Eure erste Duftkerze nicht nur gut riecht, sondern auch sicher und langlebig wird.
Wachs ist nicht gleich Wachs: Die Qual der Wahl
Das Wachs ist das Herzstück Eurer Kerze – und die Entscheidung fällt oft schwerer als gedacht. Hier die wichtigsten Optionen im Vergleich:
- Sojawachs: Der Klassiker für Einsteiger. Es brennt langsamer als Paraffin, ist biologisch abbaubar und hält Duftstoffe gut. Allerdings kann es bei falscher Temperatur trüb werden oder Risse bekommen. Ideal für natürliche Kerzen, die nicht zu heiß werden sollen.
- Bienenwachs: Der Luxus unter den Wachsen. Es riecht von Haus aus leicht honigartig, brennt hell und sauber – aber es ist teuer und schwerer zu verarbeiten. Perfekt für puristische Kerzen ohne zusätzliche Duftstoffe.
- Paraffin: Der günstige Allrounder. Es ist einfach zu schmelzen, nimmt Farben und Düfte gut an, aber es ist ein Erdölprodukt und brennt schneller ab. Wer auf Nachhaltigkeit setzt, sollte hier vorsichtig sein.
- Rapswachs: Die deutsche Alternative zu Soja. Es brennt ähnlich sauber, ist aber oft etwas fester. Gut für alle, die regionale Rohstoffe bevorzugen.
Unser Tipp: Fangt mit Sojawachs an. Es ist einfach zu handhaben, günstig und verzeiht auch mal kleine Fehler. Wer experimentierfreudig ist, kann später mit Mischungen aus Soja und Bienenwachs spielen – das gibt eine schönere Optik und einen natürlichen Duft.
Der Docht: Klein, aber entscheidend
Ein falscher Docht ruiniert selbst die schönste Kerze. Zu dünn? Die Flamme flackert und geht aus. Zu dick? Die Kerze rußt, der Duft verfliegt zu schnell. Hier die Faustregel:
- Dochtgröße hängt vom Durchmesser Eures Gefäßes ab. Ein 5 cm breites Glas braucht einen Docht mit etwa 3–4 mm Dicke.
- Für Sojawachs eignen sich Baumwoll- oder Holzdochte. Holzdochte knistern schön, brauchen aber etwas Übung, weil sie schneller abbrennen.
- Paraffin verträgt auch dünnere Dochte, weil es schneller schmilzt.
Woher wisst Ihr, ob der Docht passt? Zündet die Kerze an und beobachtet: Die Flamme sollte ruhig brennen, ohne zu rußen. Der flüssige Wachskreis um den Docht sollte etwa 1 cm breit sein. Wenn nicht, probiert eine andere Größe aus.
Praktisch: Viele Online-Shops für Kerzenbedarf bieten Docht-Sets mit verschiedenen Größen an – perfekt zum Ausprobieren.
Duftstoffe: Weniger ist mehr
Hier scheitern die meisten Anfänger. Zu viel Duftöl macht die Kerze klebrig, zu wenig riecht man kaum was. Die goldene Regel: 6–10 % Duftöl vom Gesamtgewicht des Wachses. Bei 100 g Wachs sind das also 6–10 g Öl.
Aber Achtung: Nicht jedes Öl ist gleich. Ätherische Öle verdampfen schneller und verlieren an Intensität. Synthetische Duftöle halten länger, können aber chemisch riechen. Wir empfehlen eine Mischung aus beidem – oder gleich hochwertige Kerzen-Duftöle, die speziell für die Verarbeitung mit Wachs gemacht sind.
Ein paar Duftkombis, die immer funktionieren:
- Lavendel + Vanille (beruhigend)
- Zitrus + Minze (frisch)
- Zimt + Orange (weihnachtlich)
- Sandelholz + Patchouli (erdig)
Vermeidet billige Duftöle aus dem Supermarkt – die enthalten oft Alkohol oder Wasser, was die Kerze ruiniert. Besser sind reine Öle ohne Zusätze.
Das richtige Gefäß: Warum alte Marmeladengläser perfekt sind
Ihr braucht kein teures Keramikgefäß – oft reichen einfache Gläser. Wichtig ist nur:
- Das Material muss hitzebeständig sein. Glas, Metall oder Keramik sind ideal. Plastik schmilzt.
- Die Form sollte nicht zu flach sein. Ein hohes, schmales Glas brennt gleichmäßiger als eine breite Schale.
- Alte Marmeladengläser sind perfekt: Sie sind hitzebeständig, günstig und sehen rustikal aus. Einfach das Etikett abkratzen und fertig.
Wer es edler mag, kann auch Deko-Gläser mit Deckel nehmen – die schützen die Kerze vor Staub, wenn sie nicht brennt.
Wo Ihr die Zutaten günstig herbekommt
Keine Lust, ein Vermögen auszugeben? Hier ein paar Tipps:
- Online-Shops für Bastelbedarf: Hier gibt es Wachs, Dochte und Duftöle im Set – oft günstiger als im Einzelkauf. Sucht nach „Kerzen-Set für Anfänger“.
- Drogerien: Ätherische Öle findet Ihr bei DM oder Rossmann. Aber Achtung: Nicht alle sind für Kerzen geeignet – fragt am besten nach reinen Ölen ohne Trägerstoffe.
- Secondhand: Alte Kerzenreste könnt Ihr einschmelzen und wiederverwenden. Das spart Geld und ist nachhaltig.
- Supermarkt: Paraffin gibt’s im Baumarkt oder manchmal sogar im Supermarkt (als „Kerzenwachs“). Aber wie gesagt: Nicht die nachhaltigste Wahl.
Fazit: Mit den richtigen Zutaten steht Eurer ersten Kerze nichts mehr im Weg. Im nächsten Kapitel zeigen wir Euch Schritt für Schritt, wie Ihr alles zusammenbringt – ohne Chaos in der Küche.
Der Arbeitsplatz: So bleibt Eure Küche sauber und stressfrei
Bevor Ihr loslegt, solltet Ihr Euren Arbeitsplatz vorbereiten – denn geschmolzenes Wachs hat die unangenehme Eigenschaft, überall hinzukleben. Legt Backpapier oder Zeitungspapier auf den Tisch, damit Ihr später keine Wachsflecken von der Arbeitsfläche kratzen müsst. Falls Ihr empfindliche Oberflächen habt, nehmt eine alte Backform oder ein Tablett als Unterlage. Stellt alle Zutaten griffbereit hin: Wachs, Docht, Duftöl, Behälter und ein Thermometer. Ein kleiner Tipp: Wenn Ihr mehrere Kerzen macht, beschriftet die Behälter mit Klebezetteln, damit Ihr später wisst, welcher Duft in welcher Kerze steckt.
Vergesst nicht, Eure Hände zu schützen. Wachs wird heiß und kann bei Kontakt mit der Haut unangenehme Verbrennungen verursachen. Tragt am besten dünne Handschuhe oder habt ein Küchentuch parat, um spritzendes Wachs schnell abzuwischen. Und falls Ihr Kinder oder Haustiere habt: Räumt den Arbeitsbereich frei, damit niemand versehentlich gegen den Topf stößt.
Wachs schmelzen: Welche Methode ist die beste?
Jetzt geht’s ans Eingemachte: das Wachs schmelzen. Hier gibt es drei gängige Methoden, und jede hat ihre Vor- und Nachteile.
- Wasserbad: Die klassische Methode. Füllt einen Topf mit etwas Wasser und stellt eine hitzebeständige Schüssel oder einen alten Metallbecher hinein. Das Wachs kommt in die Schüssel und schmilzt langsam bei mittlerer Hitze. Der Vorteil: Die Temperatur lässt sich gut kontrollieren, und das Wachs wird gleichmäßig flüssig. Achtet darauf, dass kein Wasser ins Wachs spritzt – das kann zu unschönen Blasen führen.
- Mikrowelle: Schnell, aber riskant. Gebt das Wachs in eine mikrowellengeeignete Schüssel und erhitzt es in kurzen Intervallen (30 Sekunden), bis es flüssig ist. Rührt zwischendurch um, damit es gleichmäßig schmilzt. Der Nachteil: Die Temperatur steigt schnell an, und wenn Ihr nicht aufpasst, wird das Wachs zu heiß. Das kann die Duftstoffe zerstören oder sogar gefährlich werden.
- Direkt im Topf: Funktioniert, aber nur mit Vorsicht. Erhitzt das Wachs bei niedriger Hitze und rührt ständig um, damit es nicht anbrennt. Diese Methode ist etwas unberechenbar, weil die Hitze schwer zu kontrollieren ist. Ideal für alle, die es eilig haben – aber nicht für Anfänger.
Egal für welche Methode Ihr Euch entscheidet: Das Wachs sollte nicht heißer als 80°C werden. Ab 90°C können sich einige Wachssorten zersetzen oder die Duftstoffe verdampfen. Ein Küchenthermometer ist hier Gold wert – falls Ihr keins habt, könnt Ihr auch ein Zuckerthermometer aus der Backabteilung nehmen.
Den Docht befestigen: So bleibt er gerade und stabil
Ein schiefer Docht ist der häufigste Grund, warum selbstgemachte Kerzen ungleichmäßig abbrennen. Damit das nicht passiert, müsst Ihr ihn richtig befestigen. Es gibt zwei Methoden:
- Klebepunkte: Die einfachste Lösung. Klebt den Docht mit einem speziellen Kerzenkleber oder einem doppelseitigen Klebepunkt in der Mitte des Behälters fest. Drückt ihn gut an, damit er nicht verrutscht, wenn das Wachs gegossen wird.
- Wachsfixierung: Etwas aufwendiger, aber genauso effektiv. Taucht den Docht kurz in das geschmolzene Wachs und klebt ihn dann in den Behälter. Das Wachs härtet schnell aus und hält den Docht an Ort und Stelle. Diese Methode eignet sich besonders für größere Kerzen, bei denen der Docht mehr Gewicht tragen muss.
Damit der Docht gerade bleibt, könnt Ihr ihn mit einem Holzstäbchen oder einem Bleistift fixieren. Legt das Stäbchen quer über den Behälter und wickelt den Docht einmal darum. So bleibt er in Position, bis das Wachs ausgehärtet ist. Falls Ihr mehrere Dochte in einer Kerze verwendet, achtet darauf, dass sie gleichmäßig verteilt sind – sonst brennt eine Seite schneller ab als die andere.
Duftöl hinzufügen: Die richtige Dosierung macht’s
Jetzt kommt der spannendste Teil: das Duftöl. Hier gilt die Devise weniger ist mehr. Zu viel Öl kann die Kerze ruinieren – sie brennt dann rußig oder der Duft verfliegt zu schnell. Als Faustregel gilt: 5–10% Duftöl im Verhältnis zur Wachmenge. Bei 100 Gramm Wachs sind das also 5–10 Gramm Öl. Falls Ihr ätherische Öle verwendet, nehmt lieber etwas weniger, da sie intensiver sind als synthetische Duftöle.
Gebt das Öl erst hinzu, wenn das Wachs auf etwa 60–70°C abgekühlt ist. Bei zu hoher Temperatur verdampfen die Duftstoffe, und Eure Kerze riecht später kaum noch. Rührt das Öl gut unter, damit es sich gleichmäßig verteilt. Ein kleiner Test: Wenn Ihr den Behälter leicht schwenkt, sollte der Duft schon wahrnehmbar sein – aber nicht so stark, dass er Euch den Atem raubt.
Falls Ihr unsicher seid, probiert es erst mit einer kleinen Menge aus. Ihr könnt später immer noch nachbessern, indem Ihr etwas mehr Öl hinzugibt. Aber Vorsicht: Zu viel Öl kann dazu führen, dass das Wachs nicht richtig aushärtet oder die Kerze ungleichmäßig brennt.
Wachs gießen und abkühlen lassen: Geduld zahlt sich aus
Jetzt wird’s ernst: das Wachs in den Behälter gießen. Macht das langsam und gleichmäßig, damit keine Luftblasen entstehen. Füllt den Behälter nicht bis zum Rand – lasst etwa einen Zentimeter Platz, damit das Wachs nicht überläuft, wenn es sich ausdehnt.
Damit die Kerze keine Risse bekommt, lasst sie langsam abkühlen. Stellt sie an einen zugfreien Ort und deckt sie leicht mit einem Küchentuch ab. Wenn Ihr die Kerze zu schnell abkühlen lasst (z. B. im Kühlschrank), kann das Wachs reißen oder sich vom Behälter lösen. Bei Raumtemperatur dauert es etwa 4–6 Stunden, bis die Kerze vollständig ausgehärtet ist.
Falls Ihr bemerkt, dass sich in der Mitte eine Mulde bildet, könnt Ihr etwas nachgießen. Erhitzt dazu etwas Wachs auf die gleiche Temperatur wie beim ersten Guss und füllt die Vertiefung auf. So wird die Oberfläche schön glatt.
Die Kerze lagern: So bleibt der Duft erhalten
Bevor Ihr Eure Kerze anzündet, solltet Ihr sie noch ein paar Tage ruhen lassen. In dieser Zeit verbindet sich das Wachs mit dem Duftöl, und der Geruch wird intensiver. Lagert die Kerze an einem kühlen, dunklen Ort – Hitze und Sonnenlicht können die Duftstoffe zerstören.
Wenn Ihr die Kerze verschenken wollt, packt sie erst kurz vorher ein. Verwendet am besten luftdichte Behälter oder Frischhaltefolie, damit der Duft nicht verfliegt. Und falls Ihr mehrere Kerzen mit unterschiedlichen Düften lagert, haltet sie getrennt – sonst vermischen sich die Aromen.
Falls Ihr noch mehr Tipps rund um das Thema Kerzen braucht, schaut doch mal bei Deko-Ideen für gemütliche Abende vorbei – dort findet Ihr Inspiration, wie Ihr Eure selbstgemachten Kerzen perfekt in Szene setzt.
Von der einfachen Kerze zum Unikat: So verleiht Ihr Euren Duftkerzen Persönlichkeit
Jetzt, wo Ihr wisst, wie man eine Duftkerze grundlegend herstellt, geht’s ans Eingemachte: Wie macht man aus einer Standardkerze ein echtes Statement? Ob als Geschenk, Deko oder einfach für Euch selbst – mit ein paar Tricks wird Eure Kerze zum Blickfang. Und das Beste: Es ist einfacher, als Ihr denkt.
Natürliche Deko-Ideen, die Eure Kerze zum Hingucker machen
Wer sagt, dass Kerzen nur aus Wachs und Docht bestehen müssen? Mit ein paar natürlichen Elementen könnt Ihr Eure Kreationen aufwerten – und das ohne großen Aufwand. Hier ein paar Ideen:
- Getrocknete Blüten: Lavendel, Rosenblätter oder Kamille sehen nicht nur hübsch aus, sondern verströmen auch einen leichten Duft. Einfach vor dem Gießen des Wachses auf den Boden des Gefäßes streuen oder vorsichtig in die oberste Schicht drücken. Wichtig: Die Blüten müssen komplett trocken sein, sonst verbrennen sie beim Abbrennen der Kerze.
- Zitruscheiben: Dünne Scheiben von Orange, Zitrone oder Grapefruit geben der Kerze eine frische Note. Am besten vorher im Ofen bei niedriger Temperatur trocknen, damit sie nicht schimmeln. Die Scheiben können entweder auf den Boden gelegt oder in das flüssige Wachs gedrückt werden.
- Gewürze: Zimtstangen, Sternanis oder Vanilleschoten eignen sich perfekt für herbstliche oder winterliche Kerzen. Einfach mit in das Wachs geben oder als Deko auf die Oberfläche legen. Achtung: Zu viele Gewürze können den Docht verstopfen – also sparsam dosieren.
- Kaffee- oder Teebohnen: Für eine rustikale Optik und einen subtilen Duft. Ideal für Kaffeeliebhaber oder als Geschenk für Teetrinker. Einfach ein paar Bohnen in das flüssige Wachs drücken oder auf den Boden des Gefäßes legen.
Falls Ihr es etwas ausgefallener mögt, könnt Ihr auch Glitzer (am besten biologisch abbaubar) oder Metallic-Pigmente verwenden. Aber Achtung: Zu viel Glitzer kann den Docht beeinträchtigen – also lieber weniger ist mehr.
Farbige Akzente setzen: So geht’s richtig
Eine Kerze in reinem Weiß ist schön, aber manchmal darf es etwas mehr Farbe sein. Mit Wachsfarben (als Blöcke, Chips oder flüssig erhältlich) könnt Ihr Eure Kerzen individuell gestalten. Hier ein paar Tipps, wie Ihr das am besten macht:
- Farbverlauf: Für einen Ombré-Effekt das Wachs in zwei Portionen schmelzen und unterschiedlich einfärben. Zuerst die dunkle Farbe gießen, kurz antrocknen lassen und dann die hellere Schicht darübergeben.
- Marmor-Effekt: Zwei verschiedene Farben schmelzen und abwechselnd in das Gefäß gießen. Mit einem Zahnstocher vorsichtig durch das Wachs ziehen, um den Marmor-Effekt zu erzeugen.
- Schichtkerzen: Mehrere farbige Schichten übereinander gießen – jede Schicht sollte dabei leicht antrocknen, bevor die nächste kommt. So entstehen klare Trennlinien.
Wichtig: Verwendet nur spezielle Wachsfarben, die für Kerzen geeignet sind. Normale Lebensmittelfarbe oder Acrylfarbe kann das Wachs destabilisieren oder sogar giftige Dämpfe freisetzen. Und: Zu viel Farbe kann den Docht verstopfen – also sparsam dosieren.
Duftkombinationen für jeden Anlass
Der Duft ist das Herzstück Eurer Kerze – und mit der richtigen Kombination könnt Ihr Stimmungen erzeugen. Hier ein paar Ideen für verschiedene Anlässe:
- Romantischer Abend zu zweit: Vanille + Rosenblüten oder Patchouli + Sandelholz. Warm, sinnlich und einladend.
- Frühlingserwachen: Zitrone + Minze oder Lavendel + Bergamotte. Frisch, belebend und leicht.
- Weihnachtszeit: Zimt + Orange + Nelke oder Tanne + Vanille. Gemütlich, würzig und festlich.
- Entspannung pur: Lavendel + Kamille oder Sandelholz + Ylang-Ylang. Beruhigend und ausgleichend.
- Energie tanken: Rosmarin + Zitrus oder Eukalyptus + Pfefferminze. Belebend und konzentrationsfördernd.
Ein kleiner Tipp: Mischt nicht zu viele Düfte auf einmal. Zwei bis drei Aromen harmonieren am besten. Und denkt daran: Die Dosierung ist entscheidend. Zu viel Duftöl kann die Kerze rußen lassen oder den Docht verstopfen. Als Faustregel gilt: 5–10% Duftöl im Verhältnis zum Wachs – je nach Intensität des Öls.
Die häufigsten Fehler – und wie Ihr sie vermeidet
Auch wenn Kerzenmachen einfach klingt, gibt es ein paar Stolpersteine, die selbst erfahrene Bastler kennen. Hier die häufigsten Fehler und wie Ihr sie umgeht:
- Zu viel Duftöl: Wie schon erwähnt, kann zu viel Öl die Kerze ruinieren. Sie brennt dann ungleichmäßig, rußt oder tropft. Haltet Euch an die empfohlene Dosierung und testet lieber erst eine kleine Menge.
- Falsche Dochtgröße: Ein zu dünner Docht brennt nicht richtig durch, ein zu dicker kann Ruß entwickeln. Die Größe hängt vom Durchmesser Eurer Kerze ab. Als Richtwert: Für eine Kerze mit 5 cm Durchmesser reicht ein Docht der Größe 20–25.
- Wachs zu heiß oder zu kalt: Zu heißes Wachs kann die Duftstoffe zerstören, zu kaltes Wachs bindet sie nicht richtig. Die ideale Temperatur liegt bei 60–70°C – je nach Wachstyp. Ein Küchenthermometer hilft hier weiter.
- Docht nicht gerade: Ein schief sitzender Docht führt zu ungleichmäßigem Abbrennen. Befestigt ihn mit einem Klebepunkt oder Wachs in der Mitte des Gefäßes und haltet ihn mit einem Stäbchen gerade, bis das Wachs fest ist.
- Zu schnelles Abkühlen: Wenn das Wachs zu schnell erkaltet, können Risse entstehen. Stellt die Kerze an einen zugfreien Ort und lasst sie langsam abkühlen – am besten über Nacht.
Falls mal etwas schiefgeht: Keine Panik! Viele Fehler lassen sich beheben. Risse könnt Ihr mit etwas heißem Wachs nachgießen, und ein rußender Docht lässt sich durch einen kleineren ersetzen.
Eure Kerze als Geschenk: So macht Ihr sie unvergesslich
Selbstgemachte Kerzen sind ein tolles Geschenk – und mit der richtigen Verpackung wird daraus ein echtes Highlight. Hier ein paar Ideen, wie Ihr Eure Kreationen in Szene setzt:
- Einfache Verpackung: Wickelt die Kerze in Backpapier oder Packpapier und bindet sie mit einer Schnur zusammen. Dazu ein paar getrocknete Blüten oder ein handgeschriebenes Etikett – fertig.
- Glas mit Deckel: Wenn Ihr die Kerze in einem Glas gegossen habt, könnt Ihr es mit einem Stoffdeckel oder einem Holzdeckel verschließen. Dazu ein Band um den Deckel binden und ein kleines Schildchen mit dem Duft und dem Namen des Beschenkten anbringen.
- Geschenkbox: Kleine Holzkisten oder Pappboxen eignen sich perfekt, um die Kerze sicher zu transportieren. Füllt die Box mit Holzwolle oder Seidenpapier, damit die Kerze nicht verrutscht.
- Personalisiertes Etikett: Druckt ein kleines Etikett mit dem Namen des Beschenkten, dem Duft und einem Spruch aus. Das gibt der Kerze eine persönliche Note.
Falls Ihr mehrere Kerzen verschenken wollt, könnt Ihr sie auch in einem Korb oder einer Holzkiste arrangieren – zusammen mit einer Tasse Tee oder einem Buch wird daraus ein rundes Geschenkset. Und wer mag, kann noch ein paar Deko-Ideen für zu Hause dazulegen, die zum Duft passen.
Fazit: Kreativität kennt keine Grenzen
Mit diesen Tipps und Tricks könnt Ihr Eure Duftkerzen nicht nur individuell gestalten, sondern auch typische Fehler vermeiden. Ob als Geschenk, für die eigene Wohnung oder einfach zum Ausprobieren – Kerzenmachen ist ein kreatives Hobby, das viel Freude macht. Und das Beste: Jede Kerze ist ein Unikat, das genau Euren Geschmack trifft. Also ran an die Wachsschmelze und losgelegt!
Duftende Gemütlichkeit
Und? Habt Ihr jetzt auch Lust bekommen, es selbst auszuprobieren? Wir hoffen, dieser Artikel hat Euch gezeigt, wie einfach und schön es ist, eigene Duftkerzen zu machen. Es ist ein kleines Projekt mit großer Wirkung – nicht nur für Euer Zuhause, sondern auch für Eure Stimmung. Und das Beste: Ihr könnt immer wieder neue Düfte und Designs ausprobieren, ohne viel Geld auszugeben. Wenn Ihr jetzt direkt loslegen wollt, schaut doch mal bei unseren aktuellen Deals vorbei – vielleicht findet Ihr dort genau die Zutaten, die Ihr braucht! Besucht uns unter doobeedoo.deals und entdeckt die besten Schnäppchen für Euer nächstes DIY-Projekt. Wir freuen uns schon darauf, von Euren Kreationen zu hören – vielleicht teilt Ihr ja ein Foto mit uns? Bis dahin: Viel Spaß beim Ausprobieren und bleibt gemütlich!