Multitasking auf Tablets: So holst Du das Maximum aus Deinem Gerät

Ihr habt Euer Tablet immer dabei – ob unterwegs, im Homeoffice oder auf der Couch. Doch wie oft nutzt Ihr es wirklich effizient? Viele denken, Multitasking sei nur etwas für Laptops, dabei steckt in modernen Tablets ein riesiges Potenzial! Ob Split-Screen für paralleles Arbeiten, schwebende Fenster für schnelle Notizen oder App-Paare für wiederkehrende Aufgaben: Die richtigen Techniken verwandeln Euer Gerät in eine Produktivitätsmaschine. Wir zeigen Euch, welche Methoden wirklich funktionieren – und welche Ihr getrost vergessen könnt. Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viel gleichzeitig zu machen, sondern das Richtige zur richtigen Zeit. Los geht’s!

Wie Ihr Euer Tablet in eine Produktivitätszentrale verwandelt

Multitasking auf Tablets klingt erstmal nach einem einfachen Konzept: Mehrere Apps gleichzeitig nutzen, um effizienter zu arbeiten. Doch die Realität ist komplexer. Nicht jedes System bietet dieselben Funktionen – und nicht jede Funktion ist wirklich nützlich. Wir zeigen Euch, welche Multitasking-Methoden es gibt, wie Ihr sie aktiviert und wann sie tatsächlich Sinn ergeben.

Die fünf wichtigsten Multitasking-Methoden im Überblick

Moderne Tablet-Betriebssysteme setzen auf ähnliche Konzepte, aber mit unterschiedlichen Namen und Feinheiten. Hier die gängigsten Funktionen:

  • Split-Screen: Zwei Apps teilen sich den Bildschirm, ideal für paralleles Arbeiten wie Notizen machen während einer Recherche.
  • Slide Over: Eine schwebende App überlagert eine andere, perfekt für schnelle Messenger-Checks ohne den Hauptbildschirm zu verlassen.
  • Picture-in-Picture: Ein Video läuft in einem kleinen Fenster weiter, während Ihr andere Aufgaben erledigt – etwa bei Video-Calls oder Tutorials.
  • Floating-Apps: Kleine, frei verschiebbare Fenster, die über anderen Apps schweben, besonders nützlich für Taschenrechner oder Notizen.
  • App-Paare: Vordefinierte Kombinationen von Apps, die mit einem Klick gleichzeitig geöffnet werden, etwa Browser und Texteditor.

Doch nicht jedes Tablet unterstützt alle Funktionen gleich gut. Während einige Systeme flüssiges Multitasking mit vier oder mehr Apps ermöglichen, kämpfen andere schon mit zwei gleichzeitig geöffneten Programmen.

So aktiviert Ihr Multitasking auf Eurem Tablet

iPadOS: Gesten und Stage Manager

Apples iPadOS setzt auf intuitive Gesten und den Stage Manager, der seit 2022 eine bessere Fensterverwaltung bietet. Hier die wichtigsten Methoden:

  • Split-Screen: Öffnet eine App, zieht die zweite aus der Dock-Leiste an den linken oder rechten Bildschirmrand. Bei neueren iPads könnt Ihr die Größe der Fenster per Fingerwisch anpassen.
  • Slide Over: Zieht eine App aus der Dock-Leiste in die Mitte des Bildschirms – sie erscheint als schwebendes Fenster, das Ihr nach links oder rechts schieben könnt.
  • Picture-in-Picture: Startet ein Video, tippt auf das PiP-Symbol oder wischt nach oben, um es in ein kleines Fenster zu verwandeln. Das funktioniert auch mit FaceTime.
  • Stage Manager: Aktiviert ihn in den Einstellungen unter Multitasking & Gesten. Er gruppiert Apps automatisch und ermöglicht bis zu vier Fenster gleichzeitig – allerdings nur auf iPads mit M-Chip.

Tastenkombinationen für externe Tastaturen:

  • Cmd + Tab: App-Wechsler
  • Cmd + N: Neue Notiz in der Notizen-App
  • Globe + Pfeiltasten: Fenstergröße anpassen

Android: Herstellerabhängige Lösungen

Android-Tablets bieten je nach Hersteller unterschiedliche Multitasking-Erlebnisse. Die besten Umsetzungen kommen von Samsung und Huawei:

  • Split-Screen: Drückt die quadratische Übersichts-Taste, haltet das Symbol einer App gedrückt und zieht sie nach oben oder unten. Alternativ könnt Ihr zwei Apps aus der Übersicht gleichzeitig öffnen.
  • Floating-Apps: Bei Samsung aktiviert Ihr sie über Einstellungen > Erweiterte Funktionen > Labs > Floating-Fenster. Dann könnt Ihr Apps aus der Übersicht in kleine Fenster ziehen.
  • Picture-in-Picture: Funktioniert ähnlich wie beim iPad – tippt einfach auf das PiP-Symbol in unterstützten Apps wie YouTube oder Google Maps.
  • Samsung DeX: Verbindet Euer Tablet mit einem Monitor und aktiviert DeX, um eine Desktop-ähnliche Oberfläche mit frei skalierbaren Fenstern zu nutzen. Besonders praktisch für längere Arbeitssessions.

Gesten für schnelles Multitasking:

  • Wisch von unten und halten: Öffnet die App-Übersicht
  • Drei-Finger-Wisch nach oben: Wechselt zwischen zuletzt genutzten Apps (bei einigen Herstellern)
  • Zwei-Finger-Wisch von oben: Öffnet die Benachrichtigungsleiste, ohne die aktuelle App zu verlassen

Windows: Desktop-Multitasking auf dem Tablet

Windows-Tablets wie das Surface nutzen dieselben Multitasking-Funktionen wie PCs, angepasst für Touch:

  • Snap Layouts: Zieht ein Fenster an den Bildschirmrand, um es automatisch zu skalieren. Windows schlägt Euch dann vor, welche App Ihr daneben öffnen wollt.
  • Floating-Fenster: Klickt mit der rechten Maustaste auf eine App in der Taskleiste und wählt Als Fenster öffnen.
  • Task View: Drückt Win + Tab, um virtuelle Desktops zu verwalten oder Apps zwischen ihnen zu verschieben.
  • Touch-Optimierung: Bei Tablets mit Stift wie dem Surface könnt Ihr mit dem S Pen direkt in Apps wie OneNote schreiben, während andere Programme im Hintergrund laufen.

Tastenkombinationen für Windows-Tablets:

  • Win + Pfeiltasten: Fenster anordnen
  • Alt + Tab: App-Wechsler
  • Win + D: Desktop anzeigen

Hardware-Anforderungen: Wann läuft Multitasking flüssig?

Nicht jedes Tablet meistert Multitasking gleich gut. Hier die Mindestanforderungen für ein reibungsloses Erlebnis:

BetriebssystemEmpfohlener ProzessorMindestens RAMBeispiele
iPadOSA12 Bionic oder neuer4 GBiPad Air 3, iPad Pro (ab 2018)
AndroidSnapdragon 865 oder neuer6 GBSamsung Galaxy Tab S7, Huawei MatePad Pro
WindowsIntel Core i5 oder AMD Ryzen 58 GBMicrosoft Surface Pro 7, Lenovo Yoga Tab

Wichtig: Mehr RAM bedeutet nicht automatisch besseres Multitasking. Entscheidend ist auch die Software-Optimierung. Apples M-Chips schneiden hier besonders gut ab, weil sie CPU, GPU und RAM auf einem Chip vereinen – das reduziert Latenzen beim Wechsel zwischen Apps.

Hersteller-Vergleich: Wer macht Multitasking am besten?

Nicht alle Tablet-Hersteller setzen Multitasking gleich um. Hier die Stärken und Schwächen der wichtigsten Systeme:

  • Apple (iPadOS):
    • Vorteile: Sehr flüssige Performance, Stage Manager für komplexe Fensterlayouts, gute App-Unterstützung.
    • Nachteile: Stage Manager ist erst ab iPadOS 16 verfügbar und funktioniert nur auf neueren Modellen. Ältere iPads unterstützen nur Split-Screen mit zwei Apps.
  • Samsung (One UI/DeX):
    • Vorteile: DeX-Modus verwandelt das Tablet in einen Desktop-PC, Floating-Fenster sind sehr flexibel.
    • Nachteile: Nicht alle Apps unterstützen DeX, und die Performance leidet bei zu vielen offenen Fenstern.
  • Huawei (EMUI):
    • Vorteile: App-Twin-Funktion erlaubt zwei Instanzen derselben App, gute Integration mit Huawei-PCs.
    • Nachteile: Weniger Apps unterstützen Multitasking, und die Performance ist nicht immer stabil.
  • Microsoft (Windows):
    • Vorteile: Vollwertiges Desktop-Multitasking, Snap Layouts sind sehr nützlich für große Bildschirme.
    • Nachteile: Touch-Optimierung ist nicht immer perfekt, und einige Apps laufen im Tablet-Modus schlecht.
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Fazit: Wenn Ihr viel mit Multitasking arbeitet, sind iPads mit M-Chip oder Samsung-Tablets mit DeX die beste Wahl. Windows-Tablets eignen sich besonders für Nutzer, die ohnehin mit Microsoft-Apps wie Word oder Excel arbeiten.

Welche Multitasking-Methode ist wann sinnvoll?

Nicht jede Funktion ist für jeden Anwendungsfall geeignet. Hier ein paar Praxisbeispiele:

  • Split-Screen:
    • Recherche + Notizen: Browser auf einer Seite, Notizen-App auf der anderen.
    • E-Mails schreiben + Kalender checken: E-Mail-App neben dem Kalender.
    • Tabellen bearbeiten + Datenbank abgleichen: Excel neben einer CRM-App.
  • Slide Over:
    • Schnelle Messenger-Checks: WhatsApp oder Telegram über einer Präsentation.
    • Taschenrechner nutzen: Während Ihr in einer Tabellenkalkulation arbeitet.
    • Übersetzungen nachschlagen: Google Translate über einem Artikel.
  • Picture-in-Picture:
    • Video-Calls: FaceTime oder Zoom laufen weiter, während Ihr E-Mails checkt.
    • Tutorials folgen: Ein YouTube-Video läuft in der Ecke, während Ihr die Schritte in einer anderen App umsetzt.
  • Floating-Apps:
    • Notizen machen: Eine kleine Notiz-App schwebt über Eurem Browser.
    • Timer oder Stoppuhr: Während Ihr in einer anderen App arbeitet.
  • App-Paare:
    • Vordefinierte Arbeitsumgebungen: Browser + Texteditor für Blogger, Zeichen-App + Referenzbilder für Künstler.

Diese Apps unterstützen Multitasking besonders gut

Nicht alle Apps sind für Multitasking optimiert. Hier eine Auswahl der besten Kandidaten:

  • Produktivität:
    • Notion: Ideal für Notizen, Datenbanken und Projektmanagement im Split-Screen.
    • Microsoft Office (Word, Excel, PowerPoint): Volle Multitasking-Unterstützung, besonders auf Windows-Tablets.
    • Google Docs/Sheets: Gut für kollaboratives Arbeiten mit mehreren Fenstern.
  • Browser:
    • Chrome: Unterstützt Split-Screen und Slide Over, aber RAM-hungrig.
    • Safari: Sehr flüssig auf iPads, unterstützt Picture-in-Picture für Videos.
    • Edge: Gute Integration mit Windows, unterstützt Snap Layouts.
  • Kommunikation:
    • WhatsApp: Slide Over funktioniert gut, aber keine Split-Screen-Unterstützung.
    • Slack: Ideal für Team-Chats neben anderen Apps.
    • Zoom/Teams: Picture-in-Picture für Video-Calls, aber manchmal instabil.
  • Kreativität:
    • Procreate: Unterstützt Split-Screen für Referenzbilder, aber keine Floating-Fenster.
    • Adobe Photoshop: Volle Multitasking-Unterstützung auf iPads mit M-Chip.
    • Concepts: Zeichnen im Split-Screen mit Notizen-App.

Apps, die Multitasking oft blockieren:

  • Social Media: Instagram, TikTok und Facebook unterstützen meist nur Vollbildmodus.
  • Spiele: Die meisten Mobile-Games laufen nicht im Split-Screen.
  • Streaming-Dienste: Netflix und Disney+ erlauben oft nur Picture-in-Picture, aber keinen Split-Screen.

Tipps für besseres Multitasking

Damit Multitasking nicht zur Frustquelle wird, solltet Ihr diese Tipps beachten:

  • App-Vorauswahl: Schließt Apps, die Ihr nicht braucht, um RAM freizuhalten. Auf Android könnt Ihr den App-Speicher optimieren.
  • Tastatur nutzen: Externe Tastaturen beschleunigen die Arbeit enorm – besonders mit Tastenkombinationen.
  • Fenstergrößen anpassen: Nicht jede App braucht gleich viel Platz. Verkleinert Fenster, die nur im Hintergrund laufen sollen.
  • Benachrichtigungen filtern: Deaktiviert störende Benachrichtigungen für Apps, die Ihr im Hintergrund nutzt.
  • Hardware-Check: Wenn Euer Tablet bei Multitasking ruckelt, könnte ein RAM-Upgrade oder ein neueres Modell helfen.

Multitasking auf Tablets kann die Produktivität steigern – aber nur, wenn Ihr die Funktionen klug einsetzt. Im nächsten Kapitel zeigen wir Euch, wann Multitasking tatsächlich sinnvoll ist und wann Ihr lieber bei einer App bleiben solltet.

Warum Multitasking auf dem Tablet oft mehr schadet als nützt

Ihr habt im letzten Kapitel gesehen, wie viele Möglichkeiten Euer Tablet bietet, um mehrere Apps gleichzeitig zu nutzen. Split-Screen, Slide Over oder Floating-Apps klingen verlockend – schließlich verspricht Multitasking, Zeit zu sparen und produktiver zu sein. Doch die Realität sieht oft anders aus. Studien zeigen, dass unser Gehirn nicht für echtes Parallel-Arbeiten gemacht ist. Stattdessen springt es zwischen Aufgaben hin und her, was zu mehr Fehlern, längerer Bearbeitungszeit und mentaler Erschöpfung führt.

Das Problem liegt in der sogenannten kognitiven Belastung. Jeder Wechsel zwischen Apps oder Aufgaben kostet das Gehirn Energie, weil es sich neu orientieren muss. Wenn Ihr beispielsweise versucht, eine Präsentation zu erstellen und gleichzeitig E-Mails zu beantworten, braucht Euer Gehirn etwa 15 bis 25 Sekunden, um sich wieder voll auf die ursprüngliche Aufgabe einzulassen. Diese Wechselkosten summieren sich – und am Ende habt Ihr weniger geschafft, als wenn Ihr Euch auf eine Sache konzentriert hättet.

Wann Multitasking auf dem Tablet tatsächlich funktioniert

Trotzdem gibt es Situationen, in denen Multitasking auf dem Tablet sinnvoll ist. Entscheidend ist, ob die Aufgaben ähnliche kognitive Ressourcen erfordern oder sich gegenseitig ergänzen. Hier ein paar Beispiele, bei denen es klappt:

  • E-Mails beantworten während eines Video-Calls: Wenn Ihr im Call nur zuhört und nicht aktiv mitdiskutiert, könnt Ihr nebenbei E-Mails sortieren oder kurze Antworten tippen. Die auditive Information läuft im Hintergrund, während Ihr eine einfache Schreibaufgabe erledigt.
  • Daten in Tabellen übertragen und gleichzeitig eine Datenbank abgleichen: Hier arbeitet Ihr mit ähnlichen Datenformaten, was den Wechsel zwischen den Apps erleichtert. Das Gehirn muss sich nicht komplett umstellen, sondern nur zwischen zwei strukturierten Aufgaben springen.
  • Recherche in einem Browser-Tab und Notizen in einer zweiten App machen: Wenn Ihr Informationen sammelt und direkt verarbeitet, bleibt der Kontext erhalten. Das funktioniert besonders gut, wenn Ihr Drag & Drop nutzt, um Inhalte zwischen den Apps zu verschieben.

Wichtig ist, dass die Aufgaben nicht zu komplex sind. Sobald kreative Prozesse wie das Schreiben eines Textes oder das Entwerfen einer Grafik ins Spiel kommen, wird Multitasking zum Problem. Das Gehirn braucht dann volle Konzentration, um gute Ergebnisse zu liefern.

Diese Aufgaben vertragen kein Multitasking

Es gibt Aufgaben, bei denen Multitasking einfach nicht funktioniert – egal, wie gut Euer Tablet dafür ausgestattet ist. Dazu gehören:

  • Kreative Texte schreiben: Ob Blogartikel, Hausarbeit oder sogar eine längere Social-Media-Caption – wenn Ihr Euch in einen Text vertiefen müsst, stören selbst kleine Unterbrechungen den Flow. Studien zeigen, dass es nach einer Ablenkung bis zu 15 Minuten dauert, bis Ihr wieder in den kreativen Modus findet.
  • Lernen oder komplexe Probleme lösen: Wenn Ihr Euch neues Wissen aneignet oder eine schwierige Aufgabe bearbeitet, braucht das Gehirn Zeit, um Verbindungen herzustellen. Jede Unterbrechung reißt Euch aus dem Denkprozess heraus.
  • Social Media checken während einer anderen Aufgabe: Selbst wenn Ihr nur schnell auf eine Nachricht reagieren wollt, lenkt das Eure Aufmerksamkeit komplett ab. Der Grund: Social Media ist darauf ausgelegt, Euch emotional zu involvieren – und das unterbricht jeden anderen Gedankenprozess.
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Ein besonders tückischer Fall ist das Task-Switching zwischen Arbeit und Freizeit. Wenn Ihr beispielsweise während einer Lernsession schnell ein YouTube-Video anschaut, dauert es danach viel länger, bis Ihr Euch wieder auf die ursprüngliche Aufgabe konzentrieren könnt. Das Gehirn braucht Zeit, um zwischen den unterschiedlichen mentalen Zuständen zu wechseln.

Wie Benachrichtigungen Eure Produktivität sabotieren

Eine der größten Multitasking-Fallen sind Benachrichtigungen. Jedes Pop-up, jeder Ton und jede Vibration reißt Euch aus der aktuellen Aufgabe heraus – selbst wenn Ihr nicht darauf reagiert. Untersuchungen zeigen, dass es im Schnitt 23 Minuten dauert, bis Ihr nach einer Unterbrechung wieder voll bei der Sache seid. Bei Tablets kommt hinzu, dass Benachrichtigungen oft direkt im Sichtfeld erscheinen, was die Versuchung erhöht, sofort zu reagieren.

Die Lösung? Konfiguriert Eure Benachrichtigungen so, dass sie Euch nicht ständig stören. Hier ein paar Tipps:

  • Priorisiert Benachrichtigungen: Schaltet alle unwichtigen Meldungen aus und lasst nur die wirklich dringenden durch. Auf den meisten Tablets könnt Ihr das in den Einstellungen unter Benachrichtigungen regeln.
  • Nutzt den Nicht stören-Modus: Aktiviert ihn während konzentrierter Arbeitsphasen. Viele Systeme erlauben es, Ausnahmen für bestimmte Kontakte oder Apps zu definieren – etwa für Anrufe von Familienmitgliedern.
  • Deaktiviert visuelle Hinweise: Banner, Badges und Pop-ups lenken besonders stark ab. Stellt sie auf keine oder nur im Sperrbildschirm ein.
  • Plant feste Zeiten für Nachrichten: Legt zwei- bis dreimal täglich feste Slots fest, in denen Ihr E-Mails, Chats und Social Media checkt. In der restlichen Zeit bleiben die Apps geschlossen.

Ein weiterer Trick ist, Benachrichtigungen nach Aufgaben zu gruppieren. Wenn Ihr beispielsweise in einem Video-Call seid, könnt Ihr alle anderen Apps stummschalten, bis der Call vorbei ist. So vermeidet Ihr, dass Ihr zwischen verschiedenen Kontexten hin- und herspringt.

Tools, die Multitasking gezielt unterstützen

Nicht alle Multitasking-Versuche sind zum Scheitern verurteilt. Mit den richtigen Tools könnt Ihr die Vorteile nutzen, ohne Euch zu überfordern. Hier ein paar Helfer, die Euch dabei unterstützen:

  • Focus-Modi: Viele Tablets bieten integrierte Focus-Modi, die Ablenkungen automatisch blockieren. Auf einigen Systemen könnt Ihr sogar eigene Profile erstellen – etwa für Arbeit, Lernen oder Kreativität. Diese Modi schalten Benachrichtigungen stumm und zeigen nur die Apps an, die Ihr für die jeweilige Aufgabe braucht.
  • App-Blocker: Tools wie digitale Disziplin-Apps helfen Euch, ablenkende Apps für eine bestimmte Zeit zu sperren. Das ist besonders nützlich, wenn Ihr merkt, dass Ihr Euch immer wieder in Social Media verliert, obwohl Ihr eigentlich etwas anderes tun wolltet.
  • Timer-Apps: Die Pomodoro-Technik ist eine bewährte Methode, um konzentriert zu arbeiten. Ihr arbeitet 25 Minuten fokussiert an einer Aufgabe und macht dann 5 Minuten Pause. Apps wie Forest visualisieren diese Intervalle und belohnen Euch sogar mit virtuellen Bäumen, wenn Ihr durchhaltet.
  • App-Paare oder -Gruppen: Einige Tablets erlauben es, häufig genutzte App-Kombinationen zu speichern. Wenn Ihr beispielsweise oft zwischen einer Notizen-App und einem Browser wechselt, könnt Ihr diese beiden Apps mit einem Klick nebeneinander öffnen – ohne jedes Mal manuell Split-Screen einzurichten.

Ein weiterer nützlicher Ansatz ist das Batch Processing. Dabei gruppiert Ihr ähnliche Aufgaben und erledigt sie in einem Rutsch. Beispiel: Statt jede E-Mail sofort zu beantworten, sammelt Ihr sie und bearbeitet sie alle auf einmal. Das reduziert die Wechselkosten und spart Zeit.

Wie Ihr Eure persönliche Multitasking-Strategie entwickelt

Multitasking ist kein Selbstzweck – es sollte Euch helfen, effizienter zu arbeiten, nicht gestresster. Der Schlüssel liegt darin, eine Strategie zu entwickeln, die zu Euren Arbeitsgewohnheiten passt. Hier ein paar Schritte, wie Ihr das angeht:

  1. Analysiert Eure Aufgaben: Macht eine Liste der Dinge, die Ihr regelmäßig erledigt. Welche davon erfordern volle Konzentration? Welche lassen sich gut mit anderen kombinieren?
  2. Definiert klare Ziele: Überlegt Euch vor jeder Multitasking-Session, was Ihr erreichen wollt. Wenn Ihr beispielsweise während eines Calls E-Mails beantwortet, setzt Euch ein Limit – etwa 10 E-Mails in 30 Minuten.
  3. Testet verschiedene Methoden: Probiert aus, ob Split-Screen, Slide Over oder der Wechsel zwischen Vollbild-Apps besser für Euch funktioniert. Manche Aufgaben lassen sich besser im Vollbildmodus erledigen, während andere von einer geteilten Ansicht profitieren.
  4. Reflektiert Eure Erfahrungen: Nach einer Woche Multitasking-Experiment fragt Ihr Euch: Habe ich mehr geschafft? Oder war ich am Ende gestresster? Passt Eure Strategie entsprechend an.

Manchmal ist weniger mehr. Wenn Ihr merkt, dass Multitasking Euch überfordert, ist der Wechsel zwischen Vollbild-Apps die bessere Wahl. Konzentriert Euch dann auf eine Aufgabe, bis sie erledigt ist, bevor Ihr zur nächsten übergeht. Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert auch mentalen Stress.

Fazit: Multitasking mit Bedacht einsetzen

Multitasking auf dem Tablet kann ein mächtiges Werkzeug sein – aber nur, wenn Ihr es gezielt und bewusst einsetzt. Die meisten von uns überschätzen ihre Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Stattdessen solltet Ihr Euch auf die Aufgaben konzentrieren, die wirklich davon profitieren, und die Finger von denen lassen, die volle Aufmerksamkeit brauchen.

Denkt daran: Euer Tablet ist ein Werkzeug, kein Selbstzweck. Nutzt die Multitasking-Funktionen, um Eure Arbeit zu erleichtern – aber lasst Euch nicht von ihnen beherrschen. Mit der richtigen Strategie und ein paar cleveren Tools könnt Ihr das Beste aus Eurem Gerät herausholen, ohne Euch zu verzetteln.

Wie Ihr mit den richtigen Apps und Workflows Euer Tablet zum Produktivitätsmonster macht

Multitasking auf dem Tablet ist nur so gut wie die Apps, die Ihr nutzt – und wie Ihr sie kombiniert. Wir zeigen Euch, welche Tools wirklich funktionieren und wie Ihr sie optimal einsetzt. Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viele Fenster offen zu haben, sondern die richtigen.

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Die Allrounder: Diese Apps braucht Ihr für den Einstieg

Ohne die Basics läuft nichts. Hier sind die Apps, die in fast jedem Workflow eine Rolle spielen:

  • Notizen-Apps: Für handschriftliche Notizen, Skizzen oder schnelle Ideen. Die besten Varianten unterstützen Stift-Eingabe, Cloud-Sync und lassen sich nahtlos mit anderen Apps teilen. Perfekt, um während eines Video-Calls Stichpunkte zu machen oder Brainstormings festzuhalten.
  • Browser mit vertikalen Tabs: Wer viel recherchiert, weiß: Tab-Chaos ist der Feind der Produktivität. Browser mit vertikaler Tab-Leiste sparen Platz und machen das Wechseln zwischen Quellen einfacher. Nutzt die Lesezeichen-Funktion, um häufig besuchte Seiten schnell zu öffnen – und schließt Tabs, die Ihr nicht mehr braucht.
  • Office-Suiten: Ob Textdokumente, Tabellen oder Präsentationen – hier gibt es zwei große Ökosysteme. Beide bieten Cloud-Speicher, Echtzeit-Kollaboration und Offline-Modi. Wichtig: Nutzt die Split-Screen-Funktion, um z. B. eine Tabelle neben einem Dokument zu bearbeiten. So müsst Ihr nicht ständig zwischen Apps wechseln.
  • Projektmanagement-Tools: Für Aufgabenlisten, Deadlines und Teamarbeit. Die besten Apps zeigen Euch auf einen Blick, was ansteht, und lassen sich mit Kalendern synchronisieren. Nutzt die Widgets, um wichtige Aufgaben direkt auf dem Homescreen im Blick zu behalten.

Doch wie kombiniert Ihr diese Apps sinnvoll? Hier ein paar Beispiele:

  • Recherche + Notizen: Öffnet einen Browser im Split-Screen neben Eurer Notizen-App. Zieht wichtige Infos per Drag & Drop in Eure Notizen – ohne Copy & Paste.
  • Dokumentenbearbeitung + Kommunikation: Bearbeitet ein Dokument in der Office-App und habt daneben Eure Projektmanagement-App offen. So könnt Ihr Aufgaben direkt zuweisen oder Rückfragen klären, ohne die App zu verlassen.
  • Cloud-Sync nutzen: Stellt sicher, dass alle Apps mit derselben Cloud verbunden sind. So habt Ihr immer die aktuellste Version Eurer Dateien – egal ob Ihr auf dem Tablet, Laptop oder Smartphone arbeitet.

Nischen-Tools, die Multitasking revolutionieren

Die wahren Game-Changer sind oft die kleinen Helfer, die im Hintergrund arbeiten. Diese Tools sparen Euch Zeit und Nerven:

  • Text Expander: Ersetzt Abkürzungen durch ganze Textbausteine. Beispiel: Tippt Ihr „mfg“ ein, wird daraus automatisch „Mit freundlichen Grüßen“. Ideal für E-Mails, Chat-Nachrichten oder Notizen. Spart nicht nur Zeit, sondern vermeidet auch Tippfehler.
  • Clipboard-Manager: Kopiert Ihr oft mehrere Dinge hintereinander? Mit einem Clipboard-Manager könnt Ihr alle kopierten Inhalte speichern und später wieder einfügen. Besonders nützlich, wenn Ihr zwischen Apps hin- und herwechselt.
  • Automatisierungs-Apps: Hier wird’s mächtig. Mit diesen Tools könnt Ihr Workflows erstellen, die mehrere Schritte auf einmal erledigen. Beispiel: Ein Klick startet Eure Notizen-App, öffnet ein neues Dokument und aktiviert den Stift-Modus. Oder: Ein Shortcut schaltet alle Benachrichtigungen stumm und startet Eure Focus-App.

Ein weiterer Tipp: Erstellt eigene App-Paare oder -Gruppen. Viele Tablets erlauben es, häufig genutzte Kombinationen zu speichern. So könnt Ihr z. B. mit einem Klick Euren Browser, die Notizen-App und ein Projektmanagement-Tool gleichzeitig öffnen – perfekt für Recherche-Sessions.

Hardware, die Multitasking noch besser macht

Apps allein reichen nicht. Mit der richtigen Hardware wird Euer Tablet zum echten Arbeitsgerät:

  • Tastaturen: Eine gute Tastatur verwandelt Euer Tablet in einen Mini-Laptop. Achte auf eine ergonomische Tastenanordnung und eine stabile Verbindung. Einige Modelle bieten sogar Trackpads oder zusätzliche Tasten für Shortcuts.
  • Stifte: Nicht nur für Künstler – ein guter Stift macht Notizen, Skizzen oder das Markieren von Texten viel natürlicher. Wichtig: Geringe Latenz und präzise Druckerkennung. Einige Stifte lassen sich sogar als Fernbedienung für Präsentationen nutzen.
  • Ständer: Ein stabiler Ständer hält Euer Tablet in der optimalen Position – ob für Video-Calls, das Anschauen von Tutorials oder das Arbeiten mit Tastatur. Einige Modelle sind sogar höhenverstellbar und lassen sich als zweite Bildschirmhalterung nutzen.

Schritt-für-Schritt: Ein perfekter Multitasking-Workflow

Wie sieht das Ganze in der Praxis aus? Hier ein Beispiel-Workflow von der Recherche bis zur Präsentation:

  1. Recherche starten: Öffnet Euren Browser mit vertikalen Tabs und Eure Notizen-App im Split-Screen. Nutzt die Suchfunktion, um relevante Quellen zu finden, und zieht wichtige Infos per Drag & Drop in Eure Notizen.
  2. Daten strukturieren: Wechselt zur Projektmanagement-App und erstellt eine neue Aufgabe mit Deadline. Fügt Eure Notizen als Anhang hinzu. Nutzt die Cloud-Sync, um sicherzustellen, dass alles auf dem neuesten Stand ist.
  3. Dokument erstellen: Öffnet Eure Office-Suite und erstellt ein neues Dokument. Nutzt die Split-Screen-Funktion, um Eure Notizen daneben anzuzeigen. Kopiert die wichtigsten Punkte und fügt sie in Euer Dokument ein.
  4. Präsentation vorbereiten: Nutzt die Präsentationsfunktion Eurer Office-Suite, um Folien zu erstellen. Fügt Bilder oder Diagramme aus Euren Notizen ein. Nutzt den Stift, um handschriftliche Anmerkungen zu machen.
  5. Finaler Check: Öffnet Eure Projektmanagement-App und prüft, ob alle Aufgaben erledigt sind. Nutzt die Automatisierungs-App, um alle Benachrichtigungen stummzuschalten und Eure Präsentation im Vollbildmodus zu starten.

Multitasking auf dem Tablet ist kein Hexenwerk – es kommt auf die richtigen Tools und Workflows an. Probiert aus, was für Euch funktioniert, und optimiert Euren Workflow Schritt für Schritt. Und wenn Ihr noch mehr Tipps braucht, schaut Euch hier an, wie Ihr Euer Tablet noch besser nutzen könnt.

Mehrere Dinge gleichzeitig erledigen

Ihr seht: Multitasking auf Tablets ist kein Hexenwerk – aber es braucht die richtige Strategie! Ob Ihr nun mit Split-Screen arbeitet, schwebende Fenster nutzt oder App-Paare für wiederkehrende Aufgaben einsetzt: Entscheidend ist, dass Ihr die Methoden wählt, die zu Eurem Workflow passen. Probiert aus, experimentiert mit verschiedenen Apps und findet heraus, was Euch wirklich schneller macht. Und denkt dran: Manchmal ist weniger mehr – ein klarer Fokus auf eine Aufgabe bringt oft bessere Ergebnisse als fünf halbfertige Projekte. Wenn Ihr jetzt Lust bekommen habt, Euer Tablet noch produktiver zu nutzen, schaut doch mal bei uns vorbei: Auf doobeedoo.deals findet Ihr die besten Deals für Zubehör, Apps und Tablets selbst. Wir freuen uns auf Euch – und bis zum nächsten Technik-Tipp!